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Integrales FM

Integration auf strategischer Ebene

Eine weitere Gestaltungsebene im FM bildet die Integration. Vor Jahren kam aus den USA der Begriff "Integrated Services". Unter Integration auf strategischer Ebene wollen wir verstehen: Das strategische Management, die Integration von Dienstleistungen sowie Drittlieferanten einschließlich der Beratung der Organisation bezüglich der Ausrichtung auf die Organisationsstrategie. Hierin enthalten sind die Gesamtkosten aller Aktivitäten, Facilities und Prozesse für alle standardisierten Facility-Produkte zuzüglich der Kosten der strategischen Managementprozesse.

Die Integration auf strategischer Ebene wird unterteilt in die Hauptbegriffe
- Fläche und Infrastruktur und
- Mensch und Organisation.

Die hierunter zu erledigenden Aufgaben sind:
- Umsetzung der Ziele der Organisation
- Aushandlung der FM-Vereinbarung (intern oder extern)
- Entwicklung einer allgemeinen Verkäufer-/Beschaffungsstrategie
- Leistungsmessung und FM- Controlling.

Auf der strategischen, also der höchsten FM- Ebene im Unternehmen, erfolgt die gesamtheitliche Leitung des Nicht- Kerngeschäftes. Wobei die Norm DIN EN 15221, aus der diese Definition hergeleitet ist, hier sehr weit greift. "Aller" Nebenprozesse scheint nicht realistisch, denn dazu würden dann z.B. auch der Einkauf, Forschung und Entwicklung und in Krankenhäusern die Pflege gehören. Dies sind nach derzeitigen Auffassungen in Deutschland keine üblichen FM-Leistungen.

Fallbeispiele:

Fallbeispiele:

Die Betonung liegt auf Deutschland. Der Autor kennt in den USA ein großes Serviceunternehmen, das in einem Krankenhaus den gesamten Bereich der Geriatrie übernommen hat mit dem Ziel, die Bettensituation für akute Fälle zu erhöhen, und auch die Instandhaltung der Medizintechnik gehört in diesem Unternehmen wie selbstverständlich zum FM .

Aber auch in Deutschland widmet sich ein namhaftes FM-Unternehmen der Pflege alter Menschen.

Grundverständnis der DIN EN 15221

Man wird sehen, welche Entwicklungen sich in Zukunft abzeichnen werden.

Das bedeutet, dass die oberste Leitung neben dem Kerngeschäft selbst auch bewusst und aktiv das Facility Management zu befördern hat bzw. dies teilweise bereits tut. Befördern heißt, die entsprechenden Nebenprozesse, im Grundsatz zu
- erkennen,
- auszuwählen und
- vorzugeben,

die das Unternehmen benötigt.

Das bedeutet nichts anderes, als dass das Facility Management vom Grundverständnis der DIN EN 15221 in seiner allgemeinen Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass es keine andere Aufgabe sieht, als dem Kernprozess zu dienen und ihn optimal zu unterstützen, und zwar nicht irgendwie, sondern ausgerichtet an den entsprechenden Normen. Dies ist allenthalben mehr und mehr zu erkennen. Besonders deutlich wird es bei Ausschreibungen größeren Ausmaßes, an denen insbesondere führende Facility Management Unternehmen beteiligt werden.

Was vor Jahren noch Neuland war, wird von FM- Unternehmen proaktiv und vielfach, im Übrigen ohne besondere Anforderung, angeboten, wenn sicherlich auch durch den gegenseitigen Wettbewerb angetrieben. Erfreulicherweise handelt es sich hierbei auch um Elemente und Verfahren der Eigenkontrolle. Wenn es vor einigen Jahren noch als Besonderheit galt, sich dem "Bonus-Malus-Diktat" eines Auftraggebers zu unterziehen, so bieten heutzutage die meisten fortschrittlichen Facility Management Unternehmen eigene Controlling-Tools an. Dies erfolgt natürlich auch in der Absicht, sich von Mitbewerbern in besonderer Weise abzugrenzen und ein bestimmtes Maß an Vorschuss- Vertrauen zu erreichen. Aber das ist legitim, wenn es sich denn nicht um "Nebelkerzen" handelt.

Auch auf Seiten der Auftraggeber für Facility Services schärft sich der Blick, um "hinter die Kulissen schöner Präsentationen" zu schauen. So fordern sie Belege für die Leistungsversprechen. Mehr und mehr finden in diesem Zusammenhang (SLA) Service Level Agreements in Verbindung mit KPI (Performance Indicators) ihre unterstützende Anwendung.

Kostenreduzierung durch Integration von Prozessen

Leitung

Es soll also mehr und mehr zur Realität werden, dass die oberste Leitung sich dieser wichtigen Aufgabe bewusst ist und entsprechende Vorgaben im Unternehmen macht. Die heutige Praxis ist dies leider in vielen Fällen noch nicht. Allzu oft wird den mittleren und gar unteren Ebenen überlassen, wie das betriebliche Facility Management gestaltet wird, wenn es denn überhaupt Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Daher läuft es auch nur suboptimal, die Risiko-, Qualitäts- und Kostenoptimierung erscheinen nicht wirklich zufriedenstellend - eher zufällig.

Integration auf strategischer Ebene ist somit die unabdingbare Voraussetzung für ein gut funktionierendes Unternehmen. Sie bringt die Grundsätze für das FM hervor. Diese Grundsätze dienen dem taktischen Facility Management als Aufgabenstellung zur praktischen Umsetzung und Entwicklung von Vorgaben für die Facility Services. Es sei nochmals ausdrücklich bemerkt, dass es hierbei unerheblich ist, ob die operativen Leistungen in Eigenbesorgung, Fremdbesorgung oder als Mix erbracht werden.

Die weit verbreitete Auffassung, dass der Dienstleister als "Fachmann" schon das Richtige tun wird, entspricht leider nicht den Prinzipien der Wahrnehmung der Betreiberverantwortung. Es lauern Organisationsverschulden und Verletzung der Sorgfaltspflicht.

Facility Management

Kay Meyer, Geschäftsführer

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