Ihre Aufgabe und Ihr Nutzen
Ein fachlich schlüssiges Betriebsmodell kann im Alltag an einer unverständlichen Meldung, fehlender Unterstützung oder zu anspruchsvoll zugewiesenen Aufgaben scheitern. Wir untersuchen deshalb, was Menschen tatsächlich erkennen, entscheiden und ausführen sollen. Dabei berücksichtigen wir die verfügbaren Informationen, die Arbeitsumgebung und die Zeit bis zur notwendigen Handlung. Bedienbarkeit wird damit als Bestandteil des gesamten Ablaufs gestaltet. Wir nutzen passende eigene Blueprints für Aufgaben, Unterstützung und Befähigung und passen sie an Ihren Bereich an. Das ausgearbeitete Nutzungskonzept verbindet Bedienaufgaben mit verständlichen Informationen, erreichbarer Hilfe und aufgabenbezogener Qualifizierung innerhalb Ihrer vorhandenen Organisation. Die tatsächlichen Bedingungen Ihrer Liegenschaften bestimmen die Ausgestaltung. Unterschiedliche Erfahrung, Vertretungssituationen und relevante Nutzungseinschränkungen werden einbezogen, ohne einzelnen Menschen pauschale Fähigkeiten zuzuschreiben. Sie können Aufgaben realistisch verteilen und Services so anbieten, dass die vorgesehenen Nutzer ihr Ziel unter den örtlichen Bedingungen erreichen können.
Systeme verständlich und sicher bedienbar gestalten
Input für die gemeinsame Arbeit
Sie stellen die betroffenen Aufgaben, vorhandenen Arbeitsinformationen und die vorgesehenen technischen oder organisatorischen Lösungen vor. Wichtig sind typische Nutzungssituationen sowie Beispiele, in denen Menschen heute nachfragen, improvisieren oder einen Vorgang abbrechen. Wir benötigen Angaben zu vorhandenen Eingriffsrechten, Qualifikationen, Erreichbarkeiten und der Unterstützung durch Fachkräfte. Auch selten ausgeführte Tätigkeiten und Wechsel zwischen automatischem und manuellem Betrieb werden berücksichtigt. Die Beteiligten erläutern ihre Arbeits- und Nutzungsbedingungen, etwa Zeitdruck, Handschuhe, unterschiedliche Sprachkenntnisse oder fehlenden Zugang zu digitalen Geräten. Ihre bestehenden Arbeitsanweisungen, Schulungen und Serviceinformationen beschreiben den heutigen Arbeitsstand. Unsere Referenzkonzepte prüfen wir darauf, welche Aufgaben- und Unterstützungsstrukturen dazu passen. Bewährte Hinweise und erreichbare Hilfen werden übernommen. Notwendige Ergänzungen richten sich nach den tatsächlichen Anforderungen und relevanten Einschränkungen der Wahrnehmung. Persönliche Gesundheitsdaten sind dafür regelmäßig nicht erforderlich. Gemeinsam bestimmen wir die benötigten fachlichen und nutzerbezogenen Perspektiven.
So entwickeln wir Ihre Solution
Wir übertragen die geeigneten Aufgabenbausteine auf den vereinbarten Ablauf, vorhandene Bedienoberflächen und örtliche Arbeitsbedingungen. Anlass, erwartetes Ergebnis, notwendige Information und zulässige Handlung werden für Ihre Rollen beschrieben. Bestehende Eingriffsrechte, Dienstleisterzuständigkeiten und verfügbare Unterstützungszeiten gehen in die Anpassung ein. Beobachten, fachlich beurteilen und technisch eingreifen werden unterschieden. Eine vermeintlich einfache Bestätigung darf keine Entscheidung verdecken, für die besondere Kenntnisse nötig sind. Bewährte Arbeitshilfen werden integriert; fehlende Hinweise und notwendige Entscheidungswege arbeiten wir vollständig aus. Danach gestalten wir das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Unterstützung. Wir klären, welche Schritte selbstständig möglich sind, wann fachkundige Hilfe erforderlich wird und wie diese rechtzeitig erreichbar ist. Bei automatisierten Abläufen prüfen wir, ob Eingriffsrechte praktisch wirksam sind und ob die Person den Zustand überhaupt erkennen kann. Für Servicezugänge betrachten wir neben dem üblichen Weg auch geeignete gleichwertige Möglichkeiten, wenn ein vorgesehener Zugang nicht nutzbar ist. Unterstützung erhält dabei eine realistische zeitliche und personelle Grundlage. Wer regelmäßig bei der Bedienung helfen soll, benötigt dafür verfügbare Kapazität und einen klaren Auftrag. Verdeckte Zusatzarbeit anderer Beschäftigter wird nicht als dauerhaft gesicherte Lösung vorausgesetzt. Wir arbeiten verständliche Informations- und Entscheidungshilfen aus und ordnen sie dem jeweiligen Handlungszeitpunkt zu. Ein kurzer Hinweis am Arbeitsplatz kann dabei wirksamer sein als eine umfangreiche Unterlage an anderer Stelle. Der Befähigungsplan beschreibt, welche Aufgabe eingeübt werden soll und woran sichere Anwendung erkennbar wird. Wiederholung und Unterstützung werden nach Schwierigkeit und Häufigkeit geplant. Abschließend gleichen wir die Lösung mit typischen und erschwerten Situationen ab und bearbeiten erkannte Lücken im Konzept.
Output für Ihren Betrieb
Sie erhalten vollständig angepasste Beschreibungen der betrachteten Bedien- und Nutzeraufgaben mit den Rollen und Begriffen Ihres Betriebs. Diese zeigen erforderliche Informationen, Handlungsspielräume, Grenzen und den konkreten Weg zur Unterstützung. Eine Zuordnung zwischen Aufgaben, erforderlicher Fähigkeit und vorhandener Hilfe macht notwendige Voraussetzungen sichtbar. Die Unterlagen greifen geeignete bestehende Anweisungen auf und beschreiben die erforderlichen Änderungen so, dass sie in Ihre Arbeits- und Schulungsunterlagen übernommen werden können. Zur Übergabe gehören bearbeitbare Arbeitshilfen, verständliche Hinweise für Nutzer und ein ausgearbeitetes Unterstützungskonzept mit Erreichbarkeit und Übergaben. Der Befähigungsplan enthält passende Lern- und Übungssituationen sowie Kriterien für die gemeinsame Anwendungsprüfung. Wir beschreiben außerdem den Umgang mit Vertretungen, seltenen Aufgaben und Änderungen am Ablauf. Eine Umsetzungsvorlage ordnet die notwendigen Anpassungen an Informationen, Aufgabenverteilung oder technischen Bedienbedingungen. So erhalten Sie eine vollständige fachliche Grundlage für die alltagstaugliche Einführung.
Normen und Standards in der Anwendung
ISO 6385:2016 beschreibt ergonomische Grundsätze für die Gestaltung von Arbeitssystemen. Wir nutzen diesen Bezug, um Aufgaben, Menschen, Arbeitsmittel und Umgebung gemeinsam zu betrachten. ISO 9241-210:2019 bietet bei interaktiven Systemen Orientierung für menschenzentrierte Gestaltung. Für funktionale Anforderungen an die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der gebauten Umwelt kann DIN EN 17210:2021-08 hinzukommen. Diese Bezüge werden entsprechend dem tatsächlichen Gegenstand angewendet. Betriebliche Unterstützung ersetzt nicht automatisch erforderliche bauliche oder technische Anpassungen. Das Konzept arbeitet die Schnittstellen zu zuständiger Fachplanung, Arbeitsschutz und betrieblichen Funktionen aus. Eine allgemeine Personalentwicklung oder medizinische Beurteilung ist damit nicht verbunden.
Was Solution plus zusätzlich leistet
Solution plus enthält das vollständige Aufgaben-, Unterstützungs- und Befähigungskonzept der Basis. Zusätzlich begleiten wir die Anwendung in einer ausgewählten Bedien- oder Servicesituation. Dafür bringen Sie die vorgesehenen Beteiligten, Arbeitsmittel und freigegebenen Informationen ein. Gemeinsam legen wir eine geeignete Aufgabe und erkennbare Erfolgskriterien fest. Falls praktische Tätigkeiten erforderlich sind, erfolgt die Ausführung durch die dafür zuständigen Personen unter ihren geltenden Freigaben. Wir bereiten den Durchlauf vor und werten die Anwendung online anhand der bereitgestellten Belege und Rückmeldungen aus. Sichtbar werden beispielsweise unklare Begriffe, unnötige Suchwege, zu spät erreichbare Hilfe oder Entscheidungsschritte mit unpassenden Voraussetzungen. Dabei wird die Eignung der Gestaltung beurteilt; einzelne Beschäftigte werden nicht anhand einer ungeübten Situation pauschal bewertet. Die Befunde führen zu überarbeiteten Arbeitshilfen, einem angepassten Unterstützungsweg und präzisierten Befähigungsunterlagen. Sie erhalten einen nachvollziehbaren Anwendungsbericht und eine konkrete Empfehlung für die weitere Einführung. Diese zusätzliche Erprobung verbindet das ausgearbeitete Konzept mit den tatsächlichen Erfahrungen der Menschen, die es später verwenden sollen.
Konditionen und gemeinsame Ergebnisprüfung
Wir vereinbaren den betrachteten Betriebsbereich, die Aufgaben und die vorgesehenen Nutzergruppen als Festpreisumfang. Senior Berater gestalten die Zusammenarbeit online über Microsoft Teams. Fachliche Vorbereitung, Anpassung vorhandener Konzepte, Abstimmungen, Unterlagen, Ergebnisprüfung und erforderliche Überarbeitungen innerhalb des Auftrags sind enthalten. Örtliche Tätigkeiten oder technische Veränderungen erfolgen durch die dafür zuständigen und freigegebenen Beteiligten. Bei der gemeinsamen Ergebnisprüfung müssen Aufgaben verständlich, Eingriffsgrenzen eindeutig und Unterstützungswege realistisch beschrieben sein. Die Arbeitshilfen und der Befähigungsplan sollen die tatsächlichen Anforderungen abdecken. Solution plus enthält sämtliche Basisleistungen. Bei Erweiterung derselben Aufgabe wird die Basis vollständig angerechnet, soweit ihre Grundlagen nutzbar bleiben. Vor vertraulichem Austausch schließen wir eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Alle ausgewiesenen Preise verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer. Vor einer Erweiterung bestätigen wir den Anrechnungsbetrag, noch offene Basisleistungen, den Gesamtfestpreis und das zusätzlich zu zahlende Honorar.
Ihre Kalkulation und Festpreise
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| Basis Nutzungssituationen und passende Aufgabenmodelle abgleichen Plus ergänzt Ausgewählte Anwendung und Beteiligung vorbereiten | 7 | 96.250,00 | 10 | 1.375,00 |
| Basis Blueprints an Bedienung Unterstützung und Personal anpassen Plus ergänzt Arbeitshilfen anhand praktischer Anwendung verbessern | 16 | 2.200,00 | 27 | 3.712,50 |
| Basis Konzept mit typischen Nutzungssituationen abgleichen Plus ergänzt Freigegebenen Durchlauf begleiten und auswerten | 8 | 1.100,00 | 18 | 2.475,00 |
| Basis Konzept und Arbeitshilfen prüfen und übergeben Plus ergänzt Anwendungsbefund und angepasste Befähigungsunterlagen übergeben | 5 | 687,50 | 9 | 1.237,50 |
| Gesamt | 36 | 4.950,00 | 64 | 8.800,00 |
Die Plusspalten zeigen die Gesamtstunden und Gesamtpreise einschließlich Basis. Die zusätzlichen Arbeiten sind in diesen Gesamtwerten enthalten. Kalkulationssatz: 137,50 Euro netto je Stunde. Erweiterung zu Solution plus: 3.850,00 Euro netto. Alle Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.