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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Praxisfall Standortnetz: ein digitales Konzept mit verlässlicher Rückfallebene

Facility Management: Konzeption » Leistungserstellung » Praxisfall digitales Konzept

Aus verteilten Unterlagen eine nutzbare Sicht herstellen

Ein Unternehmen betreut 18 kleinere Standorte. Im fiktiven Beispiel sollen freigegebene Anforderungen, Zuständigkeiten und Betriebsinformationen digital verknüpft werden. Die Daten bleiben bei benannten fachlichen Quellen; je Standort entsteht eine passende Ansicht. Die bisherige Mehrfachbearbeitung soll sinken. Das Konzept ist dabei nicht einfach eine Sammlung hochgeladener Dokumente. Es unterscheidet geplante Festlegung, festgestellten Zustand und zugehörigen Nachweis. Für die Entscheidung wird angenommen, dass je Standort zwölf relevante Aktualisierungsvorgänge pro Jahr auftreten. Diese Zahl und alle weiteren Ansätze dienen ausschließlich dem Rechenfall, nicht als Vergleichsmaßstab für reale Unternehmen.

Ressourcenbedarf und Wirtschaftlichkeit der Konzeptarbeit

Entlastung und neue Arbeit getrennt rechnen

Je Aktualisierungsvorgang werden im Beispiel 35 Minuten bisherige Mehrfachbearbeitung vermieden. 18 Standorte mal zwölf Vorgänge mal 35 Minuten ergeben 7.560 Minuten beziehungsweise 126 Stunden jährlich. Für zusätzliche fachliche Qualitätsprüfung der verknüpften Informationen werden 54 Stunden im Jahr benötigt. Es verbleiben somit 72 Stunden internes Nettopotenzial. Die Plattform kostet jährlich 4.800 Euro; zusätzlich fallen einmalig 2.400 Euro Einrichtung an. Die tatsächlichen Zahlungen betragen damit im ersten Jahr 7.200 Euro und danach 4.800 Euro pro Jahr. Interne Arbeitszeit wird nicht ohne tatsächlichen Personal- oder Vertragsabbau als eingesparte Zahlung verbucht.

Position

Rechnung

Ergebnis

Vermiedene Mehrfacharbeit

18 × 12 × 35 Minuten ÷ 60

126 h/Jahr

Zusätzliche Qualitätsprüfung

Gesetzter Jahresaufwand

54 h/Jahr

Internes Nettopotenzial

126 h − 54 h

72 h/Jahr; keine sichere Geldersparnis

Zahlungen im ersten Jahr

4.800 € laufend + 2.400 € einmalig

7.200 €

Verlässlichkeit vor Komfort prüfen

Berechtigte Personen prüfen anhand realer Anliegen, ob sie die richtige standortbezogene Information erkennen, öffnen und anwenden können. Eine technische Verknüpfung allein belegt noch nicht die Gültigkeit ihres Inhalts. Herkunft, verantwortliche Rolle und letzter fachlicher Prüfstand müssen verständlich sein. Gleichzeitig wird nicht jedes Datum durch eine unnötige Freigabeschleife belastet. Entscheidend sind Bedeutung und Verwendung. Ein kritischer Betriebszustand braucht eine andere Absicherung als eine unverbindliche Hintergrundinformation. Änderungen werden so geführt, dass bereits getroffene Entscheidungen nicht unbemerkt auf eine andere Grundlage gestellt werden.

Bei Plattformausfall handlungsfähig bleiben

Für notwendige Schutz- und Kontaktinformationen wird eine geeignete Ersatzbereitstellung vereinbart. Diese enthält nicht sämtliche Daten, sondern das, was für die zulässige begrenzte Handlung ohne Plattform tatsächlich benötigt wird. Aktualisierung, Aufbewahrung und Zugriff sind geregelt. Die örtliche Nutzung wird mit einer geeigneten Vertretung erprobt. Scheitert der Zugriff, wird nicht allein auf eine vermeintlich immer erreichbare zentrale Person verwiesen. Der Ersatzweg muss zu deren tatsächlicher Verfügbarkeit passen. Die Verantwortung für Pflege und Unterstützung bleibt nach dem Projektende benannt und finanziert.

Digitalen Gebrauchswert ohne falsche Rendite bewerten

Die 72 Stunden Nettopotenzial können für andere notwendige Aufgaben eingesetzt werden, sofern sie bei passenden Personen und in nutzbaren Zeitfenstern entstehen. Ob der digitale Ansatz seinen Preis wert ist, hängt zusätzlich von besserer Informationsqualität und tatsächlicher Handlungsfähigkeit ab. Eine feste Geldrendite lässt sich aus diesem Fall nicht ableiten. Beobachtet werden beispielsweise widersprüchliche Stände, erfolglose Informationssuche und erfolgreiche Anwendung im Ausfallfall. Das digitale Konzept ist geeignet, wenn es die gemeinsame Betriebsgrundlage verlässlicher nutzbar macht. Es ist nicht allein deshalb überlegen, weil seine Oberfläche moderner oder seine Darstellung umfangreicher ist.